Websites an lokale Unternehmen verkaufen (Guide 2025)

- Websites an lokale Unternehmen verkaufst du, indem du Betriebe ohne oder mit veralteter Website findest, ihnen eine fertige Vorschau-Website zeigst statt nur zu pitchen, und pro Projekt 300 bis 2.500 Euro plus 30 bis 100 Euro monatliches Hosting verlangst. Für den ersten zahlenden Kunden brauchst du meist 30 bis 80 Kontakte.
Warum kaufen lokale Unternehmen 2025 noch Websites?
Weil ein großer Teil der kleinen Betriebe entweder keine eigene Website hat oder eine, die seit Jahren nicht mehr angefasst wurde. Handwerker, Friseursalons, Physiopraxen, kleine Kanzleien: viele davon verlassen sich komplett auf ihr Google Business Profile und auf Mundpropaganda. Das reicht oft nicht mehr aus.
Wer heute „Elektriker" oder „Zahnarzt" plus Ortsname googelt, bekommt eine Kartenübersicht mit Bewertungen und, wenn vorhanden, einem Website-Link. Fehlt der Link, wirkt der Betrieb kleiner oder weniger vertrauenswürdig, selbst wenn die Arbeit gut ist. Genau diese Lücke zwischen Wahrnehmung und Realität ist der Markt, in dem du dich bewegst. Du verkaufst kein Design, du verkaufst Sichtbarkeit und ein besseres erstes Bild bei der Google-Suche.
Wie findet man lokale Unternehmen ohne Website?
Am schnellsten über eine Kombination aus Google Maps, gezielten Branchenfiltern und einem Blick auf das, was schon online steht. Zwei Wege funktionieren, einer davon skaliert deutlich besser.
Manuelle Recherche
Du suchst in Google Maps nach Branche plus Stadt, etwa „Dachdecker Dresden", und gehst die Ergebnisse einzeln durch. Bei jedem Eintrag prüfst du: Ist ein Website-Link vorhanden? Wenn ja, wie alt wirkt die Seite, lädt sie schnell, funktioniert sie auf dem Handy, steht im Footer noch ein Copyright-Jahr von 2016?
Bei meiner ersten Recherche-Woche habe ich 40 Handwerksbetriebe in einer mittelgroßen Stadt durchsucht. Am Ende blieben 6 Betriebe übrig, die wirklich keine oder eine kaputte Website hatten, der Rest hatte zumindest eine Facebook-Seite als Notlösung. Manuelle Recherche funktioniert, sie ist nur langsam: eine Stunde für 15 bis 20 geprüfte Betriebe ist realistisch.
Ein Lead-Tool nutzen, um Zeit zu sparen
Automatisierte Tools crawlen Google-Maps-Daten und Google Business Profile im großen Stil und markieren fehlende oder veraltete Websites in Sekunden statt Stunden. Genau das macht ein Lead-Scraping-Werkzeug wie LumaSite: es filtert Betriebe nach Branche, Ort und Website-Status, statt dass du jeden Eintrag einzeln anklickst. Für eine tiefere Anleitung mit konkreten Suchstrategien lohnt sich der Guide zum Finden von Betrieben ohne Website.
Wie baut man eine Vorschau-Website, bevor man pitcht?
Man baut sie fertig, mit dem Namen des Zielbetriebs, bevor der erste Kontakt überhaupt stattfindet. Das ist der Kernunterschied zwischen einem Pitch, der ignoriert wird, und einem, der zum Gespräch führt. Niemand kauft eine Idee von einer Website. Menschen reagieren auf etwas, das sie anklicken und anfassen können.
Ein KI-Website-Baukasten erzeugt in unter zehn Minuten eine fertige One-Page-Website mit Branchenlayout, passenden Farben, Platzhaltertexten und dem echten Firmennamen. No-Code-Tools und KI-Website-Builder wie LumaSite, Durable oder 10Web übernehmen dabei Layout und Struktur, du musst kein Design und keinen Code selbst bauen. Wichtig ist nur, dass der Preview-Link sofort funktioniert, mobil gut aussieht und die echten Angaben des Betriebs zeigt, nicht generischen Lorem-Ipsum-Text. Ein Link schlägt jede E-Mail mit der Formulierung „ich könnte Ihnen eine Website bauen".
Was sollte man für eine Website an ein lokales Unternehmen verlangen?
Das hängt vom Umfang ab, aber realistische Preisbänder für 2025 sehen so aus:
| Umfang | Einmalpreis | Bauzeit mit KI-Tool | Monatliches Hosting/Wartung |
|---|---|---|---|
| One-Pager (Kontakt, Leistungen, Fotos, Öffnungszeiten) | 300 bis 800 € | 30 bis 90 Minuten | 20 bis 40 € |
| Mehrseitige Website (5 bis 10 Seiten, Terminbuchung, Blog) | 800 bis 2.500 € | 1 bis 3 Tage | 40 bis 80 € |
| Website mit Shop oder Buchungssystem | 2.000 bis 5.000 €+ | 1 bis 2 Wochen | 80 bis 150 € |
Zwei Preismodelle sind üblich. Beim Flat-Fee-Modell zahlt der Kunde einmalig für den Bau, Hosting läuft separat oder beim Kunden selbst. Beim Retainer-Modell zahlst du bewusst einen niedrigeren Einstiegspreis, etwa 400 bis 600 € statt 800 €, dafür läuft die monatliche Hosting- und Wartungsgebühr fest weiter. Retainer schlagen langfristig fast immer den einmaligen Verkauf, weil sich zehn Kunden mit je 50 € im Monat zu 500 € wiederkehrendem Umsatz summieren, ganz ohne neue Akquise in diesem Monat. Eine detaillierte Kostenaufschlüsselung nach Branche findest du im Beitrag zu den Kosten einer Handwerker-Website.
Wenn der Bau mit einem KI-Tool unter einer Stunde dauert, liegt dein effektiver Stundensatz bei einem 500-Euro-Auftrag schnell im dreistelligen Bereich, selbst nach Abzug von Recherche- und Pitch-Zeit.
Wie funktioniert Akquise, die tatsächlich Antworten bringt?
Am besten funktioniert eine Mischung aus persönlichem Kontakt und Telefon, nicht Massen-E-Mail. Das liegt auch daran, dass Kalt-E-Mail an Unternehmen in Deutschland rechtlich anders behandelt wird, als viele Ratgeber suggerieren.
Vor-Ort-Pitch
Der persönliche Besuch funktioniert bei Läden, Gastronomie und Salons besonders gut, weil Vertrauen face-to-face schneller entsteht als am Telefon. Du gehst rein, fragst kurz nach dem Inhaber, zeigst den Preview-Link auf dem Handy und lässt ihn selbst klicken. Von 20 Besuchen führen erfahrungsgemäß 3 bis 5 zu einem echten Gespräch, daraus wird oft ein Abschluss.
Cold E-Mail und Social-Media-Nachrichten
Kalt-E-Mails an Unternehmen ohne bestehende Geschäftsbeziehung sind in Deutschland nach § 7 UWG in der Regel unzulässig, wenn keine vorherige Einwilligung vorliegt. Das gilt unabhängig davon, ob du B2B oder B2C anschreibst, es gibt keinen generellen Freifahrtschein für Geschäftskunden. Die vollständige Regelung steht in § 7 UWG. Eine praktikable Alternative ist eine persönliche Nachricht über Instagram oder Facebook, wenn der Betrieb dort aktiv ist, oder das Kontaktformular auf einer bestehenden, veralteten Website. Konkrete Vorlagen für solche Nachrichten findest du in der Sammlung mit Kundenakquise-Beispielen.
Cold Calling: Do's and Don'ts
Der telefonische Erstkontakt zu Gewerbetreibenden kann unter Umständen im Rahmen einer mutmaßlichen Einwilligung zulässig sein, etwa wenn ein sachlicher Bezug zum Geschäft des Angerufenen besteht. Das ist rechtlich kein Freifahrtschein und keine Garantie, sondern eine Einzelfallfrage, dieser Text ersetzt keine Rechtsberatung. Wer regelmäßig telefonisch akquiriert, sollte sich vorher genauer informieren. Praktisch hilft: Entscheidungsträger namentlich ansprechen, das steht oft im Impressum oder im Google-Profil, das Gespräch unter 90 Sekunden halten und den Preview-Link direkt per SMS oder WhatsApp nachschicken. Tiefere Hinweise zu Formulierung und rechtlichen Grenzen gibt der Beitrag zu Kaltakquise-Tipps.
| Kanal | Typische Rückmeldequote | Aufwand pro Kontakt | Am besten geeignet für |
|---|---|---|---|
| Vor-Ort-Besuch | 15 bis 25 % führen zu Gespräch | 5 bis 15 Min | Läden, Gastro, Salons |
| Telefon mit mutmaßlicher Einwilligung | 5 bis 10 % führen zu Termin | 2 bis 3 Min | Handwerk, Dienstleister |
| Social-Media-Direktnachricht | 3 bis 8 % Antwort | 2 Min | Betriebe mit aktivem Instagram/Facebook |
| Kontaktformular auf Bestandsseite | 2 bis 5 % Antwort | 5 Min | Betriebe mit alter, aber vorhandener Website |
Diese Zahlen sind Erfahrungswerte aus der Praxis, keine belastbare wissenschaftliche Studie. Sie schwanken je nach Branche, Ort und Tageszeit deutlich.
Wie geht man mit typischen Einwänden um?
Man reagiert nicht mit Argumenten, sondern mit dem fertigen Link. Das ist der eigentliche Trick hinter dem Vorschau-Modell.
| Einwand | Warum er kommt | Antwort, die funktioniert |
|---|---|---|
| „Mein Neffe macht das umsonst" | Website wird als Bastelprojekt gesehen, nicht als Geschäftsentscheidung | „Schauen Sie, hier ist Ihre Seite schon fertig, live und mit Hosting. Was kostet es Sie, wenn Ihr Neffe in zwei Jahren keine Zeit mehr für Updates hat?" |
| „Wir brauchen keine Website" | Betrieb verlässt sich auf Bestandskunden | „Wie viele neue Kunden kommen aktuell über Google zu Ihnen?" Meist folgt Schweigen, das ist der Einstieg ins eigentliche Gespräch. |
| „Schicken Sie mir Infos" | Standard-Abwimmelsatz | „Kein Problem, hier ist Ihre Seite bereits mit Ihrem Namen und Ihren Fotos, schauen Sie kurz rein und sagen Sie mir, was fehlt." |
Der Preview-Link entkräftet fast jeden dieser Einwände von selbst, weil „schicken Sie mir Infos" nicht funktioniert, wenn die Info bereits das fertige Produkt ist. Weitere fertige Formulierungen für schwierige Gespräche stehen in den Kundenakquise-Beispielen.
Wer besitzt Domain und Hosting nach dem Verkauf?
Das hängt vom gewählten Modell ab, und genau hier scheitern viele Deals im Nachgang, weil niemand es vorher klar geregelt hat. Zwei Modelle sind üblich:
Modell A, agenturgehostet: Du betreibst Domain und Hosting, der Kunde zahlt monatlich. Verlässt er dich, kannst du die Seite offline nehmen oder gegen eine Ablösegebühr übergeben. Das erzeugt planbaren, wiederkehrenden Umsatz, bringt aber Kündigungsrisiko, sogenannte Churn. Bei kleinen Retainer-Kunden liegt monatliche Churn erfahrungsgemäß bei 3 bis 8 Prozent, das heißt, du brauchst laufend neue Abschlüsse, um den Bestand zu halten.
Modell B, kundeneigenes Hosting: Der Kunde kauft Domain und Hosting selbst, du baust einmalig. Kein wiederkehrender Umsatz, dafür rechtlich und organisatorisch einfacher.
Für den Vertrag reicht ein einfaches Dokument mit Leistungsumfang, Preis, Zahlungsbedingungen, Eigentum an Inhalten und Kündigungsfrist, üblich sind 30 Tage. Wer unter der Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG arbeitet, muss auf Rechnungen keine Umsatzsteuer ausweisen, solange der Jahresumsatz die gesetzliche Grenze nicht überschreitet (seit 1.1.2025: 25.000 € im Vorjahr und 100.000 € im laufenden Jahr, zuvor 22.000 €/50.000 €). Wer den Nebenjob dauerhaft aufbauen will, findet im Guide zum nebenberuflichen Webdesigner die nötigen Grundlagen zu Anmeldung und Steuern.
Wie realistisch ist dieses Geschäftsmodell wirklich?
Realistisch, aber nicht schnell. Für den ersten zahlenden Kunden brauchst du meist 30 bis 80 Kontakte, verteilt über Vor-Ort-Besuche und Telefonate, und das dauert bei ein bis zwei Stunden täglicher Akquise etwa 2 bis 6 Wochen. Das ist kein passives Einkommen und kein Selbstläufer, kein KI-Tool übernimmt für dich das eigentliche Verkaufsgespräch, das machst du am Telefon oder vor Ort.
Die häufigsten Gründe, warum Leute aufgeben: unregelmäßige Akquise statt fester Tagesroutine, zu viel Zeit in Recherche statt in tatsächliche Kontakte investiert, Preise zu niedrig angesetzt und dann Frust bei unbezahlten Nachbesserungen, und die Annahme, ein „Nein" beim ersten Kontakt sei endgültig. In der Praxis kommt der Abschluss oft erst beim zweiten oder dritten Kontakt, nicht beim ersten.
Wem das Modell nicht passt: wer mit Ablehnung schlecht umgehen kann, wer sofortiges Einkommen braucht statt eines Ramp-ups über mehrere Wochen, oder wer nicht bereit ist, täglich mindestens 5 bis 10 echte Kontakte zu machen. Wer das durchhält, baut sich innerhalb von drei bis sechs Monaten meist einen kleinen, aber stabilen Kundenstamm mit wiederkehrendem Hosting-Umsatz auf, nicht mehr, aber auch nicht weniger.
FAQ
Wie viel kann ich für eine Website an ein lokales Unternehmen verlangen?
Ein einfacher One-Pager liegt bei 300 bis 800 €, eine mehrseitige Website bei 800 bis 2.500 € oder mehr. Dazu kommt üblicherweise eine monatliche Hosting- und Wartungsgebühr von 20 bis 100 €, je nach Umfang.
Ist der Verkauf von Websites an lokale Unternehmen tatsächlich profitabel?
Ja, wenn der Bau dank KI- und No-Code-Tools unter einer Stunde dauert, während der Verkaufspreis bei 400 bis 800 € liegt. Wiederkehrendes Hosting sorgt zusätzlich dafür, dass der Umsatz nicht bei null startet, sobald ein neuer Monat beginnt.
Wie finde ich lokale Unternehmen, die ich ansprechen kann?
Über gezielte Google-Maps-Suchen nach Branche und Ort, durch das manuelle Prüfen einzelner Einträge auf fehlende oder veraltete Websites, oder deutlich schneller über ein automatisiertes Lead-Tool. Details dazu stehen im Guide zum Finden von Betrieben ohne Website.
Brauche ich Programm
Weiterlesen

Websites an kleine Unternehmen verkaufen: Der Praxis-Guide 2025

Unternehmen ohne Website finden: 5 Wege zu deinen ersten Web-Kunden

Webdesign Kunden finden: Strategien mit echten Zahlen

Portfolio Website Examples, die Kunden wirklich gewinnen
Jede Woche ein ehrlicher Ratgeber
Kostenlos in dein Postfach — Kunden finden, Websites verkaufen, sauber starten. Kein Spam, mit einem Klick abbestellbar.
✓ Schau in dein Postfach — ein Klick auf den Bestätigungslink, fertig.